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fünf vor zwölf
oder:
das verlorene schloss

Nur fünf Minuten bleiben den Menschen im Schloss.
Und dann?
Die Frage stellt sich niemand, dafür manche falsche.
eigensinn blockiert das handeln
ist es wirklich schon zu spät?

Das Fünf-Minuten-Stück (Passlänge für den Ö1-Wettbewerb track 5' ), das November 2021 eine Schaffensphase abschließt, bricht aus den anderen hörspielen heraus.
eine parodistische, grelle skizze.
sie will zeigen, wie den menschen immer nur das wichtigste ist, sich in stellung gegen die anderen zu bringen.
freilich sehen sie die gefahren, aber immer, so meinen sie, richtiger als der andere.
ihr so-sein lähmt sie jedoch.

die nichthandelnden personen:
Sir Albert, der Schlossherr
Lady Elenore
William, der Sohn der beiden
Edward, der Butler
dazu:
ein Offizier

ort: ein alter landsitz ('gedreht' wurde auf unserem anwesen in wildenbruch)
zeit: jederzeit

notizen während der produktion

zur vorbereitung die alten deutschen edgar-wallace-verfilmungen angesehen, deren filmgattung nebenher zu meinem vergnügen parodiert wird.
das schablonenhafte der figuren ist unwirklich, aber gerade schablonen sollen es diesmal sein.
*
hörspielmachen verschlingt unglaublich zeit.
das muss man schon sehr gern machen.
allein das rollen des teewagens herzustellen kostet eine stunde.
hinter der regen-und sturmkulisse, die ich brauche und mehrmals gegen 'bessere'  austausche,  hört man das rollen zunächst kaum.
es ist jedenfalls, mit dem eingießen, das selbstgemachte geräusch, das bei track 5' unbedingt dabei sein muss.
genau so wie der eine satz.
dieses jahr: "probieren wir's aus!"

*
sie hatten bei den musiken der wallace-filme oft eine quäkige Heimorgel dabei.
also muss ich auch eine quäkige heimorgel dabeihaben.
*
wo gibt es ein lichtton-plugin?
der filmton hatte damals eine synthetische rundheit, aber auch enge und spitzigkeit, in welcher manche der heutigen dürftigen synchronstimmen unterginge.
es soll aber das hörspiel auch nicht knarzig und schmal klingen.
ich bewege mich zwischen heutiger und gestriger klangästhetik.

„Ich habe nie für die Nachwelt geschrieben,
sondern immer nur für morgen früh.“

Edgar Wallace