Blau wie Facebook

Zu den wenigen geschützten persönlichen Daten gehört im Internet der individuelle Promillespiegel der Beteiligten.
Erst, wenn, wie wieder einmal, die facebook-Party von der Polizei aufgelöst wird, kriegt man mit, dass viele eigentlich gar nicht mehr den Daumen hochkriegen.
All zu wohlwollend geht man bei allem, was man im Internet liest, von kristallener Geistesklarheit aus. Und denkt sich höchstens mal: ei, wie kömmt er da drauf? Oder: Wieso ist das kein Deutsch?
Das Internet ist, obgleich selbst eine Sucht, suchtverhüllend.
Die meisten torkeln anonym durch Foren und Chatrooms. Zum erinnern haben sie am nächsten Tag die History des Browsers.
Vielleicht könnte man kleine USB-Pusteröhrchen erfinden, deren Messwerte dann in postings mitangezeigt würden. Inklusive vielleicht einem kleinen Ranking.
Aber da greift wahrscheinlich der Datenschutz. Mein Bauch gehört mir und so.
Damit muss ich weiterhin jede Wortmeldung fairerweise zunächst für stocknüchtern halten.
Ich glaube an das Gute im Menschen!
Und sei es nur ein guter Tropfen.

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