Paradiesische Missstände

An einem „Taschenparadies“ vorbeigekommen.
In logischer Konsequenz, denke ich, muss dieses ein jenseitiger Ort sein, an welchem tugendhafte Taschen (die nichts zu verbergen haben?) ein angenehmes Dasein in Ewigkeit fristen.
Komplementär dazu müsste es übrigens auch eine Taschenhölle geben, einen Orkus bösartiger Börsen, handgreiflicher Hand- oder Reisetaschen, ewig büßend für klemmende Reißverschlüsse und dergleichen.
Oder meint das Taschenparadies durchaus eines für Menschen, nur im Kleinformat? Damit man immer eins dabei hat in der Hölle?
Das Wort „Taschenparadies“ ist übrigens ebenso irreführend wie das ebenfalls einmal von mir erspähte „Schnitzelparadies“.
Zwar tritt hier das Postmortale deutlicher hervor, doch dürfte sich buchstäblich kein Schwein sonderlich danach sehnen, in diesem Paradies in die Pfanne gehauen zu werden.
Ist überhaupt je ein Paradies verheißen worden, dass die Vorfreude darauf verdient?
Mit meinen Zweifeln schließe ich mich Taschen und Schweinen an.

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