Der pandemische Murmeltiertagseffekt…

…stört immer empfindlicher die Zeitwahrnehmung.
Mangels Erlebnissen ähneln sich die Tage immer mehr.
Der Supermarktbesuch hat sich durch seine Alleinstellung längst zum Mega-Event der Woche hochgejazzt.
Umso wertvoller dieser Wintereinbruch!
Durch den Wegfall von Konzerten, Restaurantbesuchen, Reisen oder Feiern waren die Tagesabläufe so abwechslungsarm geworden, dass es einen Polarwirbel brauchte, um das Einerlei aufzumischen.
Meinte man nicht schon wieder, gerade eben erst die Kaffeemaschine angeworfen oder die Nachttischlampe ausgeknipst zu haben?
Den wievielten Abend saß die gleiche Runde in der Talkshow zusammen und palaverte über Auf-und zumachen?
Aber das Schneeschieben ist jetzt neu.
Wenigstens mal eine andere Katastrophe, wenn auch nur zusätzlich.
Vielleicht kommt in der Talkshow jetzt öfter auch mal der Bahnchef mit seinem Lok-Down.
Die tägliche Koinzidenzzahl, ohne die man gar nicht einschlafen kann, wird um die Schneehöhe ergänzt.
Bis es einfach taut, denn Schneeflocken sind keine Viren.
Sonst würden sie auch zu lange bleiben und selbst in maßlosen Verwehungen langweilen.

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