zettel gegen äpp

es ist noch offen, wie in deutschland der wogende kulturkampf zwischen zettel und äpp ausgeht.
zwar punktet das als knibbelfetisch pubertierender verschriene smartphone, als ich mit der luca-app mein dasein im straßencafé dokumentieren darf.
aber bei der zweit-impfung, zu der ich durfte, warten drei (!) seiten formular, bevor das ergebnis in der apotheke mühsam in ein wimmelbild übersetzt wird, das die corona-app füttert.
nachdem es ausgedruckt wurde.
auf papier, das ich gut aufheben muss, denn das handy könnte ja mal weg sein oder die app-toleranz einer forciert datenschützenden regierung.
und dann habe ich immer noch die vielleicht nicht verlegte falt-und knickbare, einrahm-, brenn- und lochbare urkunde.
die sich auf wunsch ja auch einscannen lässt.
und ausdrucken.
und wieder von vorn.
das digitale beeindruckt ja immernoch durch seine düstere unsichtbarkeit.
niemand erkennt sich auf dem wimmelbild selber wieder, noch, was es über ihn verbreitet.
wenn auch der adressenzettelstapel am straßencafé durch ein windhöschen in alle winde zerstreut werden kann, wird die unsichtbare gefahr eines hackers mit der finsteren absicht des straßencafébesuch-enttarnens immer noch höher geschätzt.
ich sollte diesen zwischenstand des kulturkampfes vielleicht sicherheitshalber ausdrucken.
wenn ich wüsste, wohin damit.

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