k-fragen

gefühlt jeder sagt mir, dass er nicht weiß, wen man zum bundeskanzler haben wollen sollte.
alle kandidaten, so stellt sich heraus, sind zu sehr wie man selber.
immer fehlt es am letzten quäntchen selbstlosigkeit oder an einer universellen lösung für alle probleme oder einer anderen kleinigkeit.
so, wie es jetzt läuft, soll es nicht weitergehen, aber es herrscht auch besorgnis, es könnte nicht mehr so weitergehen wie bisher.
die versprechen auch immer was im wahlkampf, heißt es, und wenn nicht, vermisst man, dass einem auch mal was schönes versprochen wird.
dass man zum beispiel beim verzichten auf nichts zu verzichten braucht.
wäre schon mal ein anfang.
“bin ick jesus?”, fragt in solchen momenten der berliner.
durchaus gehen die vorstellungen vom idealen kanzler in richtung messias, lichtgestalt, führer light.
dass ein kanzler oder eben eine kanzlerin bloß eine ministerrunde leiten und auf internationaler ebene vernünftig mit schwererziehbaren reden müssen kann, würde die wahl zu einfach machen, denn das können zu viele, um die eigene ratlosigkeit vor sich her zu tragen.
für die ersten wochen des wahlkampfes ist man sowieso im urlaub.
mutanten-surfen auf malle.

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