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An und zu

Ob es “an” oder “zu” Weihnachten heißt, wird garantiert den letzten Ost/West-Unterschied der Deutschen ausmachen.
Keiner gibt nach. Einer ist des anderen Quersprecher.
Der Autor bevorzugt überhaupt keine Vorbereitung: “Wir fahren Weihnachten nicht weg” ist ein korrekter und auch schöner Satz.
Ebenso wie “Er litt an Weihnachten.”
Die so kurzen Wörtchen “an” und “zu” stoßen der sprachlichen Gegenpartei heftiger auf als alle anderen Befindlichkeiten.
Man könnte, was derzeit ja en vogue ist, von einem Riss in der Gesellschaft sprechen.
Einem Hirnriss quasi.
“Bei jedem ‘an’ stirbt ein Wichtel”, pflege ich zu sagen.
Jedes Weihnachten.

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