Zum Inhalt springen

Erfolg ist klimaschädlich

Das Streamen des erfolgreichsten Popsongs bräuchte, meldet mir diese Studie, 128-tausend Bäume zum Ersatz des erzeugten CO2-Ausstoßes.
Begeisterung heizt also den Planeten auf.
Zweifellos auch auf den riesigen Konzerten, in deren Schatten die Trafohäuschen zittern.
Die Musiker sparen, wie das Anhören des erfolgreichsten Popsongs ergibt, lediglich Hirnstrom, wo sie können. Vielleicht bauen sie hier und da auch eine gute Botschaft ein. Schaden mit Ansage.
Das Bewusstsein wird sich nun erweitern müssen: der erfolglose Musiker wird zur Ikone des Klimaschutzes!
Ungestreamt for Future!
(Bange Frage am Rande: Wie viel Treibhausgas hat Greta-Gucken freigesetzt?)
Wann fingen wir Menschen eigentlich an, durch Musik schädlich zu sein?
Ein Mozart konnte sich gewiss noch herausreden auf “die paar Bäumerl”, die zum Schnitzen von Geigen und Oboen drauf gingen. Der Saitendarm kam nicht aus der Massentierhaltung. Dafür kam der größte Erfolg erst nach dem Tod, denn Bekanntheit infizierte zu langsam.
Zum Schluss wird jedenfalls niemand mehr berühmt sein.
Das alte Versprechen Gleichheit wird sich erfüllen.
Solange werden Zerstörer auch von jenen bejubelt, welche die Zerstörung anmahnen, denn so ist das mit der Musik. Man sieht nicht, man hört.
Die Kapelle spielt immer bis zum Schluss.

Kommentare sind geschlossen, aber Trackbacks und Pingbacks sind möglich.