Vom Sie zum Ihr

“Wisst Ihr schon, was Ihr trinken wollt?”, fragte hypergutgelaunt die Kellnerin im Ferienhotel.
“Sie muss doch nicht die übertriebene Höflichkeitsanrede des 17. Jahrhunderts pflegen, Jungfer!”, wollte ich anheben.
Wisse sie denn nicht, dass man einander heute, ob Herr, ob Magd, auf Augenhöhe begegnet?
Aber sie meinte uns beide.
Und es gab auch keinen erkennbaren Knicks.
So entfiel meine freundliche Erwiderung.