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Schlagwort: Avatar

Den Avataren gehört die Zukunft

Nach dem Abba-Comeback vermittels holografischer Avatare dürfte diese Technik schon bald Nachahmer finden.
Niemand muss mehr selber auf der Bühne stehen und dabei alt aussehen.
Sich jugendliche Frische nachberechnen zu lassen, sollte kein Privileg der Popstars sein.
Womöglich hätte auch ein Armin Laschet die Umfragewerte in letzter Minute wieder hoch bekommen, wenn er einen publikumsaffinen Avatar auf die Wahlkampfpodien projizieren würde.
Flugs die Körperpunkte vermessen, damit ein athletisches Double elegant Anmarsch und Sprung aufs Wahlkampfpodium vorturnt, um den bisherigen quotentoxischen Entengang augenscheinlich zu ersetzen.
Die Vier von der schwedischen Rentnerband führen vor, wie man mit jugendlicher, wenn auch hohler Luminiszenz Erfolg hat. Es ist freilich nicht wirklich ein Comeback, sondern eine optische Täuschung, aber insofern besonders seniorengerecht, weil die vier nicht selber losmüssen. Der Avatar als idealisiertes Ich ist ein nie ermüdender, ergo auch idealisierter Geldverdiener.
Oder, um auf die letzte Hoffnung gegen das drohende linksbolschewistische Chaos zurückzukommen: als von Wahlberatern bis in den letzten Mundwinkel optimal designter Avatar könnte Laschet gleichzeitig auf Hunderten Veranstaltungen Wählerstimmen mit digitalem Charme zurück- und zusammenkratzen, rechtzeitig, bevor Deutschland zum linken Öko-Emirat verkommt.
So, wie eine Clon-Armee von Abba-Avataren die Stadien verfüllt, ohne auch, nebenbei vermerkt, ein Infektionsrisiko einzugehen.
Und wie Gott Vishnu als Avatar, denn aus der indischen Götterwelt stammt der Begriff, auch mal als Fisch erschien oder Mann mit Löwenkopf, könnte Armin Laschet mit Angela Merkel-Overlay daherflimmern… der Möglichkeiten sind viele.
Und vielleicht finden auch wir Wähler schon bald Geschmack daran, statt in unserem von Fastfood, Altern, Bequemlichkeit und Corona-Maske entstellten Leib lieber als Avatar zu wandeln beziehungsweise nicht zu wandeln, sondern bequem aus der Couch im Homeoffice unserem Scheinselbst beim Erfolghaben zuzuschauen.
Sein oder sein lassen – das ist jetzt die Frage!

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