bookmark_borderSpazieren am Golfplatz

Mein Spazierweg führt mich am Morgen oft an einem Golfplatz vorbei.
Ich kann nicht aufhören, über die Wesen zu staunen, meist hell bis pastell gewandet, wie Anstaltskleidung. Ein kleines bisschen irre sind sie ganz sicher. Welches gesunde Lebewesen  schlägt kleine Bälle in die Welt?
Die Golfer mögen es nicht, beobachtet zu werden. Wenn sie mich bemerken, schauen sie besorgt in die Ferne. Ich reize Menschen nicht, die Schläger in der Hand halten.
Wenn sie abschlagen, erkennt man von fern jene willensstarke Entschlossenheit, die sie in die Lage gebracht hat, die Clubmitgliedschaft nebenher zu bezahlen.
Ihre Landschaft ist eine separierte, ein Ausbund künstlicher Anmut, ein Teletubby-Land mit grünen Hügelchen. Durch ihr Hobbit-Auenland folgen sie den weißen Bällchen wie alle Menschen ihren Zielen folgen: hartnäckig, besessen, gezogen, wohin es auch führen mag.
Und welch kleine Geschenke Erfolge doch sind! Das Bällchen verschwindet in einem Erdloch. Wie einst wir alle.
Immer geht es darum, die Leere zu füllen. Alles muss rein. Warum haben Menschen an sinnlosen Tätigkeiten mehr Vergnügen als an sinnerfüllten? Die Anstrengungen sind häufig nicht so divers.
Womöglich würde mir dieses Golfen doch gefallen, wenn ich es einmal spielte. Ich mag ja auch Billard. Letzteres braucht glücklicherweise kein Wasser, um die Spielfläche grün zu halten. Böse Zungen (oder auch nur besorgte) meinen, der Golfplatz trage durch seine Wasserentnahme zum in letzter Zeit bedrohlichen Absinken des Seespiegels bei. Es gibt Bootsstege, von denen man nur noch in den Sand springen kann. Ob das auch die Yacht eines Golfers stranden lässt?
Ich steige in das Auto, welches so groß wie ihr Rasenmobil, und lasse die sich Drehenden und Schwingenden ihrem Drehen und Schwingen. Der Spieltag ist noch lang, und sie werden sich meinen Beitrag später schon noch zu holen wissen.

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Mein Spazierweg führt mich am Morgen oft an einem Golfplatz vorbei.
Ich kann nicht aufhören, über die Wesen zu staunen, meist hell bis pastell gewandet, wie Anstaltskleidung. Ein kleines bisschen irre sind sie ganz sicher. Welches gesunde Lebewesen  schlägt kleine Bälle in die Welt?
Die Golfer mögen es nicht, beobachtet zu werden. Wenn sie mich bemerken, schauen sie besorgt in die Ferne. Ich reize Menschen nicht, die Schläger in der Hand halten.
Wenn sie abschlagen, erkennt man von fern jene willensstarke Entschlossenheit, die sie in die Lage gebracht hat, die Clubmitgliedschaft nebenher zu bezahlen.
Ihre Landschaft ist eine separierte, ein Ausbund künstlicher Anmut, ein Teletubby-Land mit grünen Hügelchen. Durch ihr Hobbit-Auenland folgen sie den weißen Bällchen wie alle Menschen ihren Zielen folgen: hartnäckig, besessen, gezogen, wohin es auch führen mag.
Und welch kleine Geschenke Erfolge doch sind! Das Bällchen verschwindet in einem Erdloch. Wie einst wir alle.
Immer geht es darum, die Leere zu füllen. Alles muss rein. Warum haben Menschen an sinnlosen Tätigkeiten mehr Vergnügen als an sinnerfüllten? Die Anstrengungen sind häufig nicht so divers.
Womöglich würde mir dieses Golfen doch gefallen, wenn ich es einmal spielte. Ich mag ja auch Billard. Letzteres braucht glücklicherweise kein Wasser, um die Spielfläche grün zu halten. Böse Zungen (oder auch nur besorgte) meinen, der Golfplatz trage durch seine Wasserentnahme zum in letzter Zeit bedrohlichen Absinken des Seespiegels bei. Es gibt Bootsstege, von denen man nur noch in den Sand springen kann. Ob das auch die Yacht eines Golfers stranden lässt?
Ich steige in das Auto, welches so groß wie ihr Rasenmobil, und lasse die sich Drehenden und Schwingenden ihrem Drehen und Schwingen. Der Spieltag ist noch lang, und sie werden sich meinen Beitrag später schon noch zu holen wissen.