bookmark_borderDie Unbeschenkbaren

Es ist nicht mehr möglich, einem ökologisch halbwegs bewussten Mitmenschen eine Schachtel Pralinen zu schenken.
Sicher essen auch umweltbewusste Menschen gern einmal Süßes und haben auch ein Dankeschön verdient, nur: bis sie durch Zellophan-Umhüllung, Außenschachtel und innere plastikverschweißte Schutzhülle zur Plastikpackung mit den womöglich zusätzlich einzeln eingewickelten Pralinen vorgedrungen sind (,deren Kakao eine lange Schiffsreise hinter sich hat), ist ihre Verzweiflung über die Menschheit in exponentiell wachsendem Maße zurückgekehrt und wischt jegliche Freude über das gut gemeinte Geschenk restlos beiseite.
Ja, es kann sogar passieren, dass die Pralinenschachtel irrtümlich als Beleidigung aufgefasst wird, als tiefe Demütigung, Verhöhnung und Provokation. Freundschaften zerbrechen oder fangen gar nicht erst an.
Oder es wird als Anschlag auf den Planeten gesehen. In einer 25 Zentimeter breiten Schachtel kann der ganze Verschwendungswahn der sogenannten Zivilisation gebündelt sein. 
Und noch mehr: dass man Menschen dadurch eine Freude zu machen vorgaukelt, indem man ihnen Genussartikel undurchdringlich einpackt, lässt auch ökologisch Naturbelassene verzweifeln. Mir als Verpackungs-Legastheniker genügt es schon, die Lasche abzureißen, mit der sich irgendwas angeblich ganz leicht aufmachen lässt. Wie viele Pralinenschachteln sind schlussendlich mit Teppichmessern oder gar Bajonetten notgeöffnet worden! Sie sind per se ein hinterhältiger Streich, mildest ausgedrückt eine Challenge, wie man heute sagt, ein Industrie-Prank.
„Ja, dann schenk halt Blumen!“, wird geraten. Um Himmels Willen! Die werden aus Ostafrika herangekarrt! Und pieksen!
Die Wahrheit ist: man kann umweltbewussten Menschen überhaupt nichts schenken.
Höchstens was wegnehmen.

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Es ist nicht mehr möglich, einem ökologisch halbwegs bewussten Mitmenschen eine Schachtel Pralinen zu schenken.
Sicher essen auch umweltbewusste Menschen gern einmal Süßes und haben auch ein Dankeschön verdient, nur: bis sie durch Zellophan-Umhüllung, Außenschachtel und innere plastikverschweißte Schutzhülle zur Plastikpackung mit den womöglich zusätzlich einzeln eingewickelten Pralinen vorgedrungen sind (,deren Kakao eine lange Schiffsreise hinter sich hat), ist ihre Verzweiflung über die Menschheit in exponentiell wachsendem Maße zurückgekehrt und wischt jegliche Freude über das gut gemeinte Geschenk restlos beiseite.
Ja, es kann sogar passieren, dass die Pralinenschachtel irrtümlich als Beleidigung aufgefasst wird, als tiefe Demütigung, Verhöhnung und Provokation. Freundschaften zerbrechen oder fangen gar nicht erst an.
Oder es wird als Anschlag auf den Planeten gesehen. In einer 25 Zentimeter breiten Schachtel kann der ganze Verschwendungswahn der sogenannten Zivilisation gebündelt sein. 
Und noch mehr: dass man Menschen dadurch eine Freude zu machen vorgaukelt, indem man ihnen Genussartikel undurchdringlich einpackt, lässt auch ökologisch Naturbelassene verzweifeln. Mir als Verpackungs-Legastheniker genügt es schon, die Lasche abzureißen, mit der sich irgendwas angeblich ganz leicht aufmachen lässt. Wie viele Pralinenschachteln sind schlussendlich mit Teppichmessern oder gar Bajonetten notgeöffnet worden! Sie sind per se ein hinterhältiger Streich, mildest ausgedrückt eine Challenge, wie man heute sagt, ein Industrie-Prank.
„Ja, dann schenk halt Blumen!“, wird geraten. Um Himmels Willen! Die werden aus Ostafrika herangekarrt! Und pieksen!
Die Wahrheit ist: man kann umweltbewussten Menschen überhaupt nichts schenken.
Höchstens was wegnehmen.