der untergang des idylls

die nachhaltigste wirkung üben die jüngsten naturkatastrophen nicht durch die meldungen von toten und sachschäden aus, sondern durch die botschaft der zerstörung der idylle.
das lauschige städtchen am fluss wird weggeschwemmt. der deutsche wald, dickicht der romantik, verdorrt.
der regen selbst, die sonne, sind nicht mehr wie figuren, die aus der spieluhr treten, sondern apokalyptische reiter, nicht mehr zu besingen.
zuletzt erscheinen keine heldenhaften retter, sondern ein zäher kampf um die begrenzung des globalen temperaturanstiegs wird als einziger weg gewiesen.
nun zeigt sich, dass auch die autowelt ein idyll war.
so richtig gestimmt haben idylle nie. schon immer wurden naturzustände bildlich verklärt, idealisiert zum sehnsuchtspol.
aber bald ist nichts mehr zu verklären.
verklärungsnotstand.

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