spielsache

das leidensvolle gesicht der unglücklichen elfmeterschützen.
da wir es zwar ein spiel nennen, aber allesamt gar nicht mehr wissen, was spielen wirklich ist, erwartet sie die hölle.
zumindest die englischen, denn die gewinner haben es immer leichter, versagenden in eigenen reihen zu verzeihen.
wozu ist eigentlich ein spiel erdacht?
zum lustigen zeitvertreib?
zur verkleidung körperlich gesunder bewegung?
der zuschauende aber bewegt sich nicht. reglos flieht er die langeweile.
zum reiz des spiel ist ihm längst geworden, dass es ernst ist. dass es um karrieren geht, nationale identität, mindestens.
alle spiele werden rasch des spiels entkleidet.
wenn ich etwa jemandem sage, ich spiele, nämlich musikinstrumente, heißt es sehr bald: verdienst du damit geld?
was nütze es denn sonst?
nein, man weiß nicht mehr so recht, was spielen wirklich ist.

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